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Messe Bozen


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Ein Blick zurück

Die Stadt Bozen kann auf eine jahrhundertealte Messetradition zurückblicken. Die ersten Zeugnisse eines Warenverkehrs mit anderen italienischen und ausländischen Alpenregionen gehen auf das Jahr 1070 zurück. Die geographische Lage der Stadt und die ihr übertragene Brückenfunktion zwischen Nord- und Südeuropa haben seit jeher ihre Handels-, Wirtschafts- und Kulturbeziehungen zu den Nachbarländern gefördert. Die erste Messe der neuesten Zeit - die Mustermesse - fand 1948 in Bozen statt.

In den 70er Jahren nahm - auch im Anschluß an den günstigen Konjunkturverlauf - eine neue Entwicklungsphase für die Bozner Messekörperschaft ihren Anfang. Die verfügbare Fläche begann knapp zu werden. Infolgedessen und wegen der sich mehrenden Wünsche und Forderungen der verschiedenen Südtiroler Wirtschaftssparten beschlossen die Verwalter der Körperschaft, das Programm der Messeveranstaltungen durch spezialisierte Ausstellungen zu erweitern.

Es kam zur "Alpenländischen Landwirtschaftsschau", zur "Bozen Hotel", zur "Freizeitmesse" und zur "Ufficio-Büro". 1983 folgte dann die "Mitea", die 1991 in "Bauschau" Fachmesse für Bauwesen, Erdbewegungsmaschinen, Isolierung, Thermologie umgewandelt wurde, 1984 die "Lignomec", eine Ausstellung, die auf die Holzbearbeitungsmaschinen und -produkte spezialisiert ist, die "Kunst- und Antiquitätenausstellung", sowie die Einrichtungsmesse "Arredo".

1997 wurde die erste Auflage der "Alpitec", Fachmesse für Wintertechnologien, organisiert. Im Juni 1998 kam "Interpoma", Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung" des Apfels dazu. Im April 2001 fand erstmals "Prowinter", eine neue Messe für die Profis des Wintersports statt.
Seit 1. Januar 2003 ist die Messe Bozen eine Aktiengesellschaft; sie passt sich dadurch der europäischen Gesetzgebung an, welche schon länger eine Revision der italienischen Staats- und Regionalgesetze in puncto Messen fordert.

Messe Bozen heute
Der Messekalender der Messe Bozen sieht in den Jahren 2003 und 2004 zwölf Veranstaltungen und drei so genannte Einkaufstage für Jeans und Casual-Bekleidung, Sportbekleidung und Sportartikel, Schuhkollektionen und Saisonsmoden vor, die durchschnittlich von 171.000 Menschen besucht werden.
Die wichtigsten Ausstellungen sind die "Hotel", die am 23. März 1998 den Reigen der Messeveranstaltungen im neuen Messegelände eröffnete, die "Agrialp" ("Alpenländische Landwirtschaftsschau"), die "Freizeitmesse", die Einrichtungsmesse "Arredo", die "Bauschau" und die "Lignomec". Höhepunkt des jährlichen Programms ist die "Internationale Herbstmesse", die wichtige Sparten im Konsum- sowie im Investitionsgüterbereich umfasst. Diese Publikumsmesse hatte 2002 sowohl inhaltsmäßig als auch im Bezug auf Ausstellungslayout eine erfolgreiche Umgestaltung erfahren. Sechs Sektoren unterteilen die Messe (saporita, tecno, art, edilbau, home, service), in der im "Business Forum" und im "Family Forum" attraktive Rahmenveranstaltungen um Wirtschaft und Familie geboten werden. Neuheiten, Unterhaltung und Kaufinteresse sind mit Abstand die am meisten genannten Gründe, die Jahr für Jahr zehntausende Besucher auf die Internationale Herbstmesse nach Bozen locken. Dies hat eine vom renommierten Mailänder Marktforschungsinstitut CIRM anlässlich der letztjährigen Auflage durchgeführte Besucherbefragung ergeben, die der traditionsreichen Bozner Veranstaltung übrigens ein hervorragendes Zeugnis ausstellte.
Was die neuen Messen, die im Veranstaltungskalender von Messe Bozen aufgenommen wurden, anbetrifft, so bestätigte die im Jahr 2001 stattgefundene "Alpitec", 3. Fachausstellung für Wintertechnologien, mit knapp 6.000 Fachbesuchern und 166 Ausstellern (davon 94 aus dem Ausland) den großen Erfolg, der 1999 alle Erwartungen der Messegesellschaft übertraf. Die internationale Positionierung der "Interpoma", 3. Europäische Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung, wurde 2002 mit 7.688 Fachbesuchern, d.h. 28% mehr als im Jahr 2000, bestätigt.
Was "ProWinter" anbelangt, so ist diese Veranstaltung trotz ihrer verhältnismäßig kurzen Existenz schon sehr bekannt: 3.400 Fachleute hatten 2002 die 120 Aussteller, darunter viele renommierte Firmen, besucht.
Seit Jahren verfolgt die Messe Bozen die Strategie so genannter Nischenmessen, in Bereichen, in denen die Südtiroler Wirtschaft mit Kompetenz und internationaler Anerkennung auftrumpfen kann, wie z.B. der Obstanbau und die Wintertechnologien. Diesem Prinzip entsprechend fand im April 2001 "Prowinter", eine neue Messe für die Profis des Wintersports, statt.

Das Messegelände
Die fünf Hektar große Fläche, auf der der das Messekomplex entstanden ist, befindet sich in der Handelszone Bozen Süd. Die Nähe zur Autobahnausfahrt Süd, zur Ausfahrt der Schnellstraße nach Meran, dem Bahnhof der unmittelbar neben dem Gebäude verlaufenden Eisenbahnstrecke Bozen - Meran und dem Flugplatz Bozen, der am 28. März 1999 eingeweiht worden ist, garantieren zur zentralen Lage auch noch eine gute Erreichbarkeit der Messe.
Das Messezentrum mit 25.000 qm. überdachter Ausstellungsfläche und 15.000 qm. Freifläche (dazu kommen weitere 5.000 qm. der bereits bestehenden und zum Komplex gehörenden Mehrzweckhalle "Welle") sowie das Dienstleistungszentrum sind ohne Zweifel das Herz der Industrie- und Handelszone in Bozen. Die Messe ist eine komplexe Struktur für den modernen Bedarf im Ausstellungs-, Kongreß- und Unterhaltungsbereich.
Auf dem Dach der einzigen großen Halle ist Platz für 800 Autos, während weitere 500 in der Tiefgarage entlang der Marco-Polo-Straße zu finden sind. Der Haupteingang zum Messegelände liegt am "Messeplatz 1" im Kreuzungsbereich Marco-Polo-Straße, Buozzi Straße.
Das Dienstleistungszentrum beherbergt das Kongreßzentrum, die Show Rooms, Büroräume, verschiedene andere Dienste (Polizei, Feuerwehr, Erste Hilfe, Bank, "Kinderhotel", Restaurationsbetriebe, usw.) sowie die Büros der Messe.
Im September 2003 wurde das internationale "Sheraton"-Hotel eröffnet, das sich neben dem Dienstleistungszentrum der Messe befindet


Bozen, Januar 2003


1948 - Alles ist bereit für die erste Eröffnung der Messe mit dem zur Tradition gewordenen Band-Durchschneiden.

1952 - ein neues Messegelände wird an der Romstraße errichtet.

1952 - Innenansicht der neuen Halle 1

1968 - Das Freigelände aus der Vogelperspektive

1998 - Die Banddurchschneidung des Ministers Fantozzi.

1998 - Einige Eindrücke der Eröffnungsfeier


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