|
Italien hat die Marke von 1 GW installierte Photovoltaikkraft geknackt und ist nun an zweiter Stelle hinter Deutschland, Weltmarktführer im Bereich der erneuerbaren Energien. Was das Know-how in diesem Bereich anbelangt fungiert der Messeplatz Bozen als Brücke zwischen Nord und Süd.
Die Anzahl der in Italien zertifizierten und installierten Photovoltaikanlagen beläuft sich auf rund 70.000 mit einer Leistung von 1.300 GWh im Jahr, was genügt, 500.000 Familien oder 1.200.000 Einzelpersonen mit Strom zu versorgen.
Tausend Unternehmen gibt es in Italien, viele davon wurden gerade erst neu gegründet und der Jahresumsatz dieser Unternehmen im Jahr 2009 wird auf mindestens 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Mittlerweile sind über 20.000 Menschen direkt oder indirekt im Bereich Photovoltaik beschäftigt.
„Die neue Energiepolitik trägt kräftig zum Umweltschutz bei“, sagt Italiens Wirtschaftsminister Calaudio Scajola. „Die Daten der GSE, der öffentlichen Energieholding, die die Entwicklung der erneuerbaren Energien vorantreibt spricht von einem regelrechten Boom der Branche und hat erhoben, dass nur mit Photovoltaik des Ausstoß von 875.000 Tonnen CO2 vermieden wird und sich der Verbrauch von fossilen Brennstoffen um 0,23 Millionen Tonnen Erdöl verringert“.
Das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung in Italien hat auch in die Forschung investiert: Im Zeitraum vom 2006-2008 wurden mit Programmabkommen mit den Institutionen Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen im Bereich der erneuerbaren Energien Enea, Cnr und Erse 15 Millionen Euro bereitgestellt, zu denen noch weitere 4 Millionen für das Jahr 2009 hinzukommen. Für den Zeitraum 2009-2011 ist eine Finanzierung von weiteren 8 Millionen Euro vorgesehen. Zusätzlich zu diesen Finanzierungen gibt es das Programm „Industrie 2015“ im Rahmen dessen fünf Projekte im Bereich Photovoltaik genehmigt wurden und für die es einen weiteren Etat von 66,7 Millionen Euro gibt – 29,3 davon werden vom Ministerium für Wirtschaftsentwicklung bereitgestellt. Für zwei weitere Projekte im Bereich Solarthermie sind insgesamt 25 Millionen Euro vorgesehen – 9,5 davon aus dem Etat des Ministerium für Wirtschaftsentwicklung.
|